KI-Inhalte oft kaum zu erkennen
Inzwischen können Inhalte, die mithilfe künstlicher Intelligenz digital produziert wurden, dermaßen realistisch sein, dass es für den Menschen schwierig werden kann, künstliche und echte Bilder oder auch Filme auseinanderzuhalten. Fälschungen wie beispielsweise frei erdachte Personen, technisch erzeugte Bilder oder manipulierte Statements von Politikern könnten daher als vorgeblich echte Medien veröffentlicht und weit verbreitet werden. Damit dies nicht geschieht, arbeiten Technologiekonzerne daran, solche Inhalte zu kennzeichnen.
Kennzeichnungen entwickeln
Ein Lösungsweg sind Wasserzeichen, die nicht unbedingt sichtbar sind. Vielmehr handelt es sich um digitale Markierungen von Dateien, um sogenannte Metadaten. Sie entsprechen oft dem international gebräuchlichen C2PA-Standard und beinhalten Infos über die Art und den Zeitpunkt der Erstellung eines Bildes sowie gegebenenfalls Infos zu nachträglichen Veränderungen. Auf diese Weise sollen einerseits Nutzerinnen und Nutzer, andererseits Plattformen in die Lage versetzt werden, die Entstehung der Inhalte verlässlich prüfen zu können.
Wichtig in sozialen Netzwerken
Derartige Kennzeichen werden auch für soziale Netzwerke wichtiger, denn so können hochgeladene Dateien geprüft und – sofern sie von der KI entworfen wurden – mit einem entsprechenden Hinweis versehen werden. Außerdem können die Plattformen Metadaten ergänzen, um die Kennzeichnung zu verstärken. Mit diesen Maßnahmen lassen sich die KI-generierten Inhalte aber nicht absolut zuverlässig und dauerhaft kennzeichnen. So reicht es aus, einen Screenshot eines Bildes zu verwenden, um die Metadaten zu ignorieren. Oder diese ergänzenden Informationen der Daten werden beim Upload automatisiert entfernt. Nicht zu vergessen ist auch, dass nicht alle Dienste alle Kennzeichnungen auslesen können. Die Ursache dafür ist, dass es noch keinen einheitlichen Standard gibt.
Verbindliche Regeln sind nötig
Doch derzeit wird an allgemein verbindlichen Regelungen gearbeitet. Das KI-Gesetz der Europäischen Union verpflichtet die Anbieter digitaler Dienste in Zukunft, von der künstlichen Intelligenz generierte Inhalte eindeutig zu kennzeichnen. Andere Nationen entwickeln ebenfalls Regeln, um die Plattformen in die Verantwortung zu nehmen. Zudem wird an Verfahren gearbeitet, mit denen die Fälschungssicherheit der Kennzeichnungen optimiert werden kann.
Mehr Transparenz
Die Entwicklung hin zu mehr Transparenz ist ein gutes Zeichen. Aber es wird noch eine Weile dauern, bis Kennzeichnungssysteme und Wasserzeichen zuverlässig eingesetzt werden können. Bis dahin ist das Risiko der Täuschung durch manipulierte Inhalte nicht zu unterschätzen.
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