Von Andrea prinz auf Sonntag, 04. Januar 2026
Kategorie: Datenschutz

Sharenting: Warum die Privatsphäre von Kindern geschützt werden muss

Eltern teilen gerne schöne Momente aus dem Leben ihrer Kinder. Fotos vom ersten Schultag, vom Urlaub oder dem Geburtstag landen schnell auf Facebook, Instagram oder im Familien-Chat. Dieses Teilen von Kinderfotos im Internet nennt man Sharenting (von share und parenting). Was viele nicht wissen: Auch Kinder haben ein eigenes Recht auf Privatsphäre und Datenschutz – selbst wenn sie noch klein sind.

Was ist Sharenting genau?

Sharenting bedeutet, dass Eltern oder Familie regelmäßig Fotos, Videos oder persönliche Infos von Kindern online stellen. Das kann öffentlich passieren oder in privaten Gruppen. Oft geschieht das aus Stolz oder Freude. Doch selbst gut gemeinte Posts können problematisch sein.

Denn:


Warum ist Sharenting riskant? Verlust der Kontrolle

Ist ein Bild einmal im Internet, lässt sich kaum noch überprüfen:


Sicherheit und Privatsphäre

Fotos verraten oft mehr als gedacht. Zum Beispiel:


All diese Infos können Risiken erhöhen – online wie offline.

Persönliche Grenzen des Kindes

Nicht jedes Foto, das Eltern lustig oder süß finden, ist für das Kind später angenehm. Teilweise werden Bilder geteilt:


Viele Kinder leiden als Jugendliche darunter, dass solche Fotos öffentlich existieren – auch wenn sie als Kleinkind nicht widersprechen konnten.

Haben Kinder eigene Rechte?

Ja. Kinder haben ein Recht auf:


Das bedeutet: Auch Eltern sollten abwägen und verantwortungsvoll handeln. Nur weil ein Kind jung ist, heißt das nicht, dass seine Daten beliebig geteilt werden dürfen.

Welche Folgen kann Sharenting später haben?

Tipps für Eltern: So schützen Sie Ihr Kind 

1. Vor dem Posten nachdenken

Fragen Sie sich:


2. So wenig öffentlich wie möglich teilen

Besser ist es, Inhalte nur in kleinen, privaten Gruppen zu teilen – oder ganz offline zu zeigen.

3. Persönliche Infos vermeiden

Keine Angaben wie:


4. Gesicht nicht immer zeigen

Manchmal reicht auch ein Foto von hinten, von den Händen oder gemalten Bildern des Kindes.

5. Einstellungen prüfen

Wenn Sie Bilder teilen, dann:


6. Kinder mitentscheiden lassen

Sobald Kinder sprechen können, können sie auch „Nein" zu einem Foto sagen. Eltern sollten das ernst nehmen.

7. Regelmäßig aufräumen

Alte Posts prüfen:


Einfache Faustregeln für verantwortungsvolles Sharenting

Frage Wenn die Antwort „Nein" lautet → nicht posten
Ist das Bild für mein Kind auch später in Ordnung? nicht teilen
Zeigt es Private oder intime Situationen? nicht teilen
Kann es Infos über Standort, Alltag oder Gewohnheiten verraten? nicht teilen
Habe ich mein Kind gefragt (falls es alt genug ist)? nicht teilen


Fazit: Weniger ist mehr

Sharenting passiert meist aus Liebe – doch guter Schutz ist auch ein Zeichen von Liebe.

Kinder haben ein Recht auf:


Eltern, die bewusst und vorsichtig posten, schützen nicht nur Daten – sie schützen das Selbstvertrauen, die Sicherheit und die Zukunft ihrer Kinder.

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Ihr Team von Datenschutz Prinz