Seit dem 1. Juli wurde der TI-Messenger (TIM) für gesetzlich Versicherte freigeschaltet. Eine Praxis hat ihn bereits getestet und konnte feststellen: Versicherte konnten überraschenderweise Ärzte direkt anschreiben. Ursprünglich war vorgesehen, dass nur Ärztinnen und Ärzte oder Apotheken den ersten Kontakt initiieren – offenbar führte eine Fehlkonfiguration dazu, dass auch Versicherte direkt Chats starten konnten.
So lief der Test in der PraxisIn einer Hausarztpraxis nutzt man TIM bereits seit Ende letzten Jahres. Der Auslöser war der Wunsch nach sicherer Kommunikation – bisher wurden Bilder etwa über andere Messenger verschickt, was datenschutzrechtlich nicht mehr zeitgemäß erschien. Seit dem Einsatz von TIM kann intern über Gruppen- und Einzelchats kommuniziert werden. Patienten sehen TIM bisher noch kaum; die Praxis nutzt den Messenger vorwiegend für interne Zwecke und in der Kooperation mit Pflegeheimen oder Apotheken.
Bei den Testversuchen mit Versicherten ergab sich: Bislang gab es nur vier Chat‐Anfragen über TIM, eine davon von einer Kollegin. Die Nutzung durch die Versicherten war also sehr zurückhaltend. Zum jetzigen Stand dient TIM primär der internen Kommunikation und der Verbindung mit Partnern im Gesundheitsnetzwerk.
Welche Funktionen werden genutzt?In der Praxis werden folgende Funktionen aktiv eingesetzt:
Obwohl noch nicht alle Funktionen voll genutzt werden (z. B. direkte Chats mit Patienten), wird TIM als Ergänzung zu klassischen Kanälen und Fach-E-Mail-Systemen gesehen.
Worauf kommt es laut Praxis an, damit TIM akzeptiert wird?Die Erfahrungen zeigen: Damit TIM im Alltag wirklich funktioniert, sind folgende Faktoren wichtig:
Vorteile:
Risiken:
Die ersten Erfahrungen mit dem TI-Messenger TIM sind gemischt: Zwar zeigt sich, dass technisches Potenzial vorhanden ist, aber die breitflächige Nutzung steht noch am Anfang. Für Praxen gilt: Eine gute technische und organisatorische Umsetzung ist entscheidend, damit TIM nicht nur ein zusätzlicher Kanal wird, sondern echte Vorteile bringt. Für Versicherte heißt das: Der Chat mit dem Arzt kann künftig schneller und digitaler werden – vorausgesetzt, die Praxis nutzt den Dienst aktiv.
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