Empfehlungen zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz an Hochschulen

Künstliche Intelligenz (KI) verändert, wie wir lernen, lehren und prüfen. Die Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) und Technische Hochschulen (TH) in Bayern haben deshalb gemeinsam eine Leitlinie erarbeitet. Sie soll helfen, KI verantwortungsvoll einzusetzen – in Studium, Lehre und Prüfungen. Diese Empfehlungen gelten für alle, die an Hochschulen beteiligt sind: Lehrende, Studierende und Hochschulleitungen.

Warum braucht es eine Leitlinie?
  • KI-Technologien entwickeln sich sehr schnell – etwa Sprachmodelle oder Bildgeneratoren.
  • Sie haben großes Potenzial: Lernen kann besser, Lehrmethoden innovativer und Studieninhalte moderner werden.
  • Gleichzeitig entstehen Risiken: Datenschutz, faire Leistungsbewertung, ethische Fragestellungen.
  • Die Hochschulen wollen diese Risiken erkennen und sicher damit umgehen.

Wer hat mitgewirkt und wie wurde die Leitlinie entwickelt?
  • Die Leitlinie entstand in einem hochschulübergreifenden Prozess unter Federführung eines Forschungs- und Innovationslabors für digitale Lehre.
  • Mehrere Hochschulen haben zusammengearbeitet.
  • Hochschulleitungen, Lehrende, Prüfende und Studierende wurden einbezogen.
  • Ziel war, praktische Empfehlungen zu formulieren, die leicht umzusetzen sind.

Was enthält die KI-Leitlinie?

Die Leitlinie bietet konkrete Hilfe und Orientierung. Wichtige Bestandteile sind:

  1. Fragen & Antworten
    Es gibt eine Sammlung typischer Fragen rund um KI und deren Nutzung – etwa: „Wann darf KI verwendet werden?" oder „Wie gehe ich mit Urheberrecht und Daten um?"
  2. Ethische, rechtliche und didaktische Empfehlungen
    • Ethisch: Was fair ist, was gerechtfertigt, wie Transparenz gewährleistet wird.
    • Rechtlich: Datenschutz, Urheberrechte, Prüfungsrecht.
    • Didaktisch: Wie Lehrende KI didaktisch sinnvoll einsetzen können – also so, dass Lernziele erreicht werden.
  3. Bereitstellung und Betrieb von KI-Werkzeugen
    Empfehlungen, wie Hochschulen KI-Tools sicher zur Verfügung stellen – zum Beispiel hinsichtlich Datenhoheit, Sicherheit und Zugriff.
  4. Hochschuleigene KI-Richtlinien
    Beispiele, wie einzelne Hochschulen eigene Regeln formuliert haben. Damit lassen sich Lösungen an die eigene Hochschule anpassen.
  5. Praxisbeispiele und Einsatzszenarien
    Konkrete Beispiele aus Lehrveranstaltungen, Prüfungen oder Selbststudium zeigen, wie KI sinnvoll genutzt werden kann.
  6. Fortbildung und Materialien
    Hinweise, wie Lehrende und Studierende sich weiterbilden können – ebenso wie weiterführende Materialien und Unterstützung.

Was bedeutet das für Lehrende, Studierende und Hochschulen? Für Lehrende und Prüfende
  • Sie sollten klären, in welchen Lehrveranstaltungen oder Prüfungen KI zulässig ist – und wie.
  • Prüfungsformate müssen angepasst werden, damit Fairness gewährleistet ist.
  • Lehrende sollten Studierende darüber informieren, wann und wie KI erlaubt ist und wo nicht.

Für Studierende
  • KI kann im Selbststudium eine große Hilfe sein.
  • Es ist wichtig, zu wissen, was erwartet wird: selbst aktiv denken, KI als Werkzeug einsetzen – aber nicht einfach Inhalte übernehmen, ohne sie kritisch zu prüfen.
  • Transparenz ist wichtig: Studierende sollten verstehen, wie ihre Leistungen bewertet werden, auch wenn KI genutzt wird.

Für Hochschulleitungen und Governance
  • Hochschulen sollten strategische KI-Konzepte entwickeln.
  • Richtlinien sollten klar sein: Was darf, was darf nicht geschehen?
  • Sicherheitsaspekte (Datenschutz, Urheberrecht) müssen gewährleistet sein.
  • Regelmäßige Überarbeitung wichtig: Entwicklungen beobachten, Erfahrungen aus der Praxis einfließen lassen.

Chancen und Risiken im Überblick

Chancen Risiken
Innovation in Lehre und Lernen Verlust der Kontrolle über Inhalte oder Bewertung
Effizientere Arbeitsprozesse Datenschutz-Probleme / rechtliche Unsicherheit
Förderung digitaler Kompetenzen Gefahr von Täuschung / Plagiaten
Vielfalt an Lernmethoden und -werkzeugen Ungleichheit – Zugang zu Tools oder Know-how nicht für alle gleich

Tipps zur Umsetzung
  • Hochschulen sollten KI-Werkzeuge mit klaren Nutzungsregeln einführen.
  • Lehrende sollten frühzeitig eingebunden werden und Fortbildungen erhalten.
  • Es sollte geprüft werden, welche Tools sicher und passend sind.
  • Lernziele sollten so definiert werden, dass KI-Nutzung sinnvoll ist (z. B. Kreativität, Analyse, kritisches Denken).
  • Feedback von Studierenden einholen und Erfahrungen austauschen

Die KI-Leitlinie der bayerischen Hochschulen gibt einen klaren Rahmen für den Umgang mit KI in Hochschule und Lehre. Sie hilft, Chancen zu nutzen und zugleich Risiken zu minimieren. Lehrende, Studierende und Hochschulleitungen bekommen Orientierung, wie KI sinnvoll, sicher und fair eingesetzt werden kann.

Sie haben Fragen zu diesem Artikel? Rufen Sie uns gern unter 09122 6937302 an und vereinbaren Sie einen Gesprächstermin. Oder senden Sie uns einfach eine Nachricht. Wir freuen uns, Sie kennenzulernen!

Ihr Team von Datenschutz Prinz 


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