Die Arbeitswelt verändert sich. Viele Menschen arbeiten heute im Büro, im Homeoffice oder unterwegs. Damit die Zusammenarbeit besser funktioniert, nutzen Unternehmen digitale Tools wie Microsoft Teams. Eine neue Funktion sorgt dabei für Diskussionen: Standort-Tracking von Mitarbeitenden.
Doch was genau bedeutet das – und ist das überhaupt erlaubt?
Wie funktioniert das Standort-Tracking?Microsoft Teams kann erkennen, ob sich ein Gerät im Büro befindet oder nicht. Dafür wird kein GPS verwendet, sondern das Firmen-WLAN.
Wenn sich Ihr Gerät mit dem Unternehmensnetzwerk verbindet, zeigt das System an:
Das bedeutet: Es wird kein genauer Standort erfasst, sondern nur, ob Sie im Unternehmensnetzwerk sind.
Warum nutzen Unternehmen diese Funktion?Unternehmen möchten die Zusammenarbeit verbessern, besonders in hybriden Teams. Die Standortanzeige kann dabei helfen:
Für viele Unternehmen klingt das praktisch. Für Beschäftigte kann es jedoch kritisch sein.
Ist das eine Form der Überwachung?Auch wenn nur ein grober Standort angezeigt wird, kann die Funktion als Kontrolle wahrgenommen werden.
Denn daraus lässt sich erkennen:
Wenn solche Daten ausgewertet werden, kann das schnell zu einer Leistungs- oder Verhaltenskontrolle führen.
Was sagt der Datenschutz?Standortinformationen sind personenbezogene Daten. Deshalb gelten klare Regeln:
Eine umfassende oder dauerhafte Überwachung von Mitarbeitenden ist in der Regel nicht zulässig.
Einwilligung und TransparenzWenn Standortdaten genutzt werden sollen, ist es wichtig:
In vielen Fällen ist eine Einwilligung erforderlich. Diese muss freiwillig erfolgen. Im Arbeitsverhältnis ist das jedoch oft schwierig, da ein Abhängigkeitsverhältnis besteht.
Rolle des BetriebsratsGibt es in einem Unternehmen einen Betriebsrat, gilt:
Der Betriebsrat schützt die Interessen der Beschäftigten.
Wichtig zu wissenDie Standortfunktion ist:
Das bedeutet: Eine Nutzung ohne Wissen der Mitarbeitenden ist unzulässig.
Was sollten Sie tun?Wenn in Ihrem Unternehmen Standort-Tracking eingeführt wird, sollten Sie:
Informieren Sie sich und nehmen Sie Ihre Rechte wahr.
Standort-Tracking in digitalen Tools kann die Zusammenarbeit erleichtern. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass daraus eine Form der Kontrolle wird.
Wichtig ist:
Digitale Lösungen dürfen die Arbeit unterstützen – aber nicht zur Überwachung führen. Datenschutz bleibt auch im Arbeitsalltag ein zentrales Thema.
Wenn Sie möchten, kann ich zusätzlich eine Checkliste für Arbeitnehmer zum Umgang mit Tracking am Arbeitsplatz erstellen.
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Ihr Team von Datenschutz Prinz
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