Der TI-Messenger ermöglicht es medizinischen Fachkräften, schnell und sicher miteinander zu kommunizieren. Um den TI-Messenger in Ihrer Organisation erfolgreich zu implementieren, empfiehlt die gematik einen strukturierten Ansatz, der in ihrem Leitfaden detailliert beschrieben wird.
1. Vorbereitung und Planung
Bevor Sie den TI-Messenger einführen, sollten Sie klare Ziele definieren und die organisatorischen Rahmenbedingungen festlegen.
1.1 Namen des Organisationsservers wählen
Jede Organisation benötigt einen eigenen Server, um die über den TI-Messenger versendeten Daten zu schützen. Der Servername, auch als Domain bezeichnet, sollte logisch und leicht merkbar sein, idealerweise angelehnt an bestehende Strukturen wie Ihre KIM-Adresse.
1.2 Anzahl der Benutzer:innen festlegen
In der Regel erhält jede:r Mitarbeiter:in ein eigenes Benutzerkonto. In bestimmten Fällen, beispielsweise an Empfangsbereichen, kann ein gemeinsames Konto sinnvoll sein. Berücksichtigen Sie bei der Festlegung der Anzahl der Nutzer:innen auch das Lizenzmodell Ihres Anbieters, da dieses möglicherweise von der Anzahl der Nutzer:innen abhängt.
1.3 Administration planen
Die Verwaltung des TI-Messengers erfolgt durch sogenannte Organisations-Administratoren (OrgAdmins). In kleineren Einrichtungen können dies beispielsweise Praxisbetreiber:innen oder Praxismanager:innen sein, in größeren Einrichtungen übernimmt oft das IT-Team diese Rolle.
1.4 Aktive Nutzer:innen bestimmen
Überlegen Sie, wer in Ihrer Organisation vom TI-Messenger profitieren kann und diesen aktiv nutzen wird. Entscheiden Sie, ob individuelle Accounts und/oder Funktionspostfächer eingerichtet werden sollen.
1.5 Funktionspostfächer festlegen
Funktionspostfächer ermöglichen es, bestimmte Abteilungen oder Funktionen gezielt anzuschreiben. Wählen Sie aussagekräftige Namen, die für andere TI-Messenger-Nutzende erkennbar sind, und weisen Sie diesen Postfächern entsprechende Benutzer:innen zu.
1.6 Geräte bestimmen
Planen Sie, auf welchen Geräten der TI-Messenger genutzt werden soll, beispielsweise auf PCs, Diensttablets oder Smartphones. Beziehen Sie Ihre Kolleg:innen in diese Planung ein, um sicherzustellen, dass die gewählten Geräte den Anforderungen entsprechen.
1.7 HBA aktivieren
Durch die Aktivierung des elektronischen Heilberufsausweises (eHBA) können Sie persönlich über das Verzeichnis kommunizieren. Entscheiden Sie, ob persönliche Accounts per HBA aktiviert werden sollen, und prüfen Sie, ob aktivierte HBAs vorliegen.
2. Einrichtung und Konfiguration
Nachdem die Planung abgeschlossen ist, folgen die technischen Schritte zur Implementierung des TI-Messengers.
3. Schulung und Einführung
Um einen reibungslosen Start zu gewährleisten, sollten alle Nutzer:innen entsprechend geschult werden.
4. Laufender Betrieb
Für einen effektiven Einsatz des TI-Messengers im Alltag sollten bestimmte Aspekte kontinuierlich beachtet werden.
Durch eine sorgfältige Planung, strukturierte Implementierung und kontinuierliche Anpassung kann der TI-Messenger effektiv in den Arbeitsalltag integriert werden, wodurch die Kommunikation im Gesundheitswesen sicherer und effizienter gestaltet wird.
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